Seminarinhalte

Seminar 1

Theorie (7 Einheiten)

  • Theoretische und praktische Grundlagen von EMDR bei Kindern und Jugendlichen in ihrem jeweiligen Bezugssystem
  • Neurophysiologische Grundlagen von Stress- und Traumaverarbeitung
  • Stabilisierung und Ressourcen
  • Kindstypische Diagnosen / Diagnostik
  • Anamnese und Behandlungsplanung
  • Monotrauma und t-Trauma im Kindesalter

EMDR-Praktikum (5 Einheiten)

Behandlungsplanung / Supervision (3 Einheiten)

Seminar 2

Theorie (5 Einheiten)

  • Arbeit mit Klein- und Vorschulkindern
  • Vielfalt der Anwendung von EMDR im Kindes- und Jugendalter
    Arbeit am Symptom, mit kreativen Materialien, Arbeit mit Träumen, Geschichten erzählen, Imaginative Techniken
  • Vertiefung und Differenzierung des Standardprotokolls für weitere Störungen
  • CIPOS-Technik bei Kindern
  • Dosierte Behandlungsschritte

EMDR-Praktikum (5 Einheiten)

Supervision und Behandlungsplanung (5 Einheiten)

Seminar 3

Theorie (6 Einheiten)

  • Diagnostik und Behandlung komplexer traumatischer Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • Kognitives und imaginatives Einweben
  • Dissoziative Störungen

EMDR-Praktikum (5 Einheiten)

Supervision und Behandlungsplanung (4 Einheiten)

Zusatzseminar:

Kinderschutz in der Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen

Berlin, 29. 5. 2016 (09.00 – 17.00 Uhr)

Traumatherapeuten kommen oft mit Kinderschutzfällen in Berührung; immer wieder sind sie die ersten Personen, die von Misshandlung, Missbrauch und/oder Vernachlässigung des Kindes erfahren.

Neben einem Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen soll es um die Kooperation mit Jugendhilfe, Familiengericht, Polizei und Strafgericht u. a. gehen.

Was bedeutet es in diesen Kontexten, wenn Kinder sich den Bedingungen in ihrem Umfeld anpassen und dadurch dissoziieren müssen? Was wirft das für Gesichtspunkte für die Therapie auf? Wo stehen Therapeuten zwischen “Abstinenz” und der Verpflichtung zu Kinderschutz? Unter welchen Bedingungen ist Traumabearbeitung sinnvoll und möglich und was ist therapeutisch hilfreich, wenn keine Gewissheit, sondern “nur” ein Verdacht auf evtl. anhaltende Traumatisierung besteht?

Die Thematik wird aus der praktischen Erfahrung als Verfahrensbeistand, Sozialarbeiterin und Therapeutin beleuchtet (Fallbeispiele/ Videosequenzen), positive Erfahrungen und hilfreiche Strategien zur Unterstützung der Kinder sollen aufgezeigt werden.

Referentin:

Dipl. Soz. Päd. Katja Paternoga

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VT), EMDR Kinder- und Jugendtherapeutin EMDRIA /Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT, Hypnotherapie, Supervisorin EMDR bei Kindern und Jugendlichen i.A.

Vorsitzende AktivVerbund Berlin e. V., Verfahrensbeistand seit 1998 / Umgangsbegleiterin / Berufsvormund, Betreuerin

Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes für herausragende Arbeiten im Dienste von Pflegekindern (AktivVerbund 2008)

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (für Kinderschutzarbeit 2010)

Niedergelassen in Rathenow